Rohöl klettert wegen Lieferunterbrechungen im Nahen Osten auf Zwei-Wochen-Hoch
Die Ölpreise erreichten am Mittwoch ein Zwei-Wochen-Hoch, da eskalierende Konflikte im Nahen Osten zu schweren Störungen beim Energietransport und bei der Infrastruktur führten. Die Futures-Kontrakte der Rohölsorte West Texas Intermediate schlossen mit einem Plus von 1,01 % bei 94 US-Dollar pro Barrel, nachdem sie frühere Gewinne teilweise wieder abgaben, als der US-Dollar-Index auf ein 1,5-Jahres-Hoch stieg.
Der Preisanstieg spiegelt verstärkte geopolitische Spannungen entlang wichtiger Schifffahrtsrouten und Produktionszentren wider. Militärische Aktionen der Huthis im Jemen richteten sich gegen saudi-arabische Energieanlagen und wichtige Meerengen im Roten Meer, während iranische Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus die Tankerfrachtkosten auf historische Höchststände trieben. Unterdessen haben ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien die regionale Verarbeitungskapazität weiter eingeschränkt.
Anleger beobachten die anstehenden Lagerdaten und internationalen Produktionszahlen genau, um das globale Angebotsgleichgewicht einzuschätzen. Obwohl Saudi-Arabien seine monatliche Produktion steigerte und Shell Plc eine Erholung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus in Richtung Vorkriegsniveau meldete, rechnet die Internationale Energieagentur damit, dass die angespannte Lage in diesem Jahr zu einem globalen Öldefizit von 1,7 Millionen Barrel pro Tag führen wird.
Das Wichtigste
- Die WTI-Rohöl-Futures schlossen am Mittwoch 1,01 % höher auf einem Zwei-Wochen-Hoch, da regionale Konflikte die Energieversorgung gefährdeten.
- Angriffe auf die Ölinfrastruktur in Saudi-Arabien und Schifffahrtswege in der Straße von Hormus trieben die Frachtraten im Nahen Osten auf Rekordhöhen.
- Drohnenangriffe in Osteuropa beschädigten wichtige Raffinerien und verringerten die russische Rohölverarbeitungskapazität.
- Hohe Preise und ein eingeschränktes Angebot vergrößerten das geschätzte globale Öldefizit für dieses Jahr auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag.
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Wie wir schreibenHaftungsausschlussFragen und Antworten
Warum steigen die Rohölpreise?
Die Ölpreise steigen aufgrund eskalierender Feindseligkeiten im Nahen Osten, die regionale Schifffahrtsrouten stören, die Energieinfrastruktur angreifen und die Frachtkosten erhöhen, sowie durch Raffineriestörungen in Osteuropa.
Welche Faktoren üben Druck auf die Ölpreise aus?
Ein erstarkender US-Dollar, eine höhere saudi-arabische Rohölförderung, Preissenkungen für asiatische Käufer und eine nachlassende globale Nachfrage aufgrund anhaltend hoher Preise begrenzen weitere Kursgewinne.
Wie hoch ist das derzeitige globale Ölangebotsdefizit?
Die Internationale Energieagentur schätzt das globale Öldefizit für dieses Jahr auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag, getrieben durch das knappe Angebot und die andauernden Konflikte in den Förderregionen.
